
Im Sommer habe ich einen neuen C128 bekommen. Mit dabei ist ein Diskettenlaufwerk 1541 und der passende Monitor 1084. Ein C128 habe ich in meiner Jugend auch besessen. Ein interessanter und besonderer Rechner – und einer welcher seine Stärken selten mit Software ausspielen konnte. Die meisten haben ihn einfach wie einen C64 genutzt. Was macht ihn aber besonders? Technisch gesehen ist es ein Rechner mit zwei vollkommen verschiedenen 8 Bit Prozessoren und zwei vollkommen verschiedenen Chips welche für die Grafik zuständig sind. Bei den Prozessoren handelt es sich um den Z80 von Zilo und dem 8502, eine 6502 Variante. Die 6510 Variante des 6502 ist der Prozessor des C64 – damit sollte eine vollständige Kompatibilität zu diesem Rechner sichergestellt werden. Im Gegensatz zum C64 mit seinem knapp 1 MHz kann der 8502 aber mit 2 MHz getaktet werden und war dadurch doppelt so schnell. Dies funktionierte aber nur wenn man den Bildschirm abgeschaltet hat oder den neuen 80 Zeichen Grafikchips VDC verwendet hat. Der VIC des C64, welcher auch verbaut ist, konnte nur im 1 MHz Modus genutzt werden. Mit geschickter Programmierung konnte man aber auch die 2 MHz und den zweiten Grafikchips im C64 Modus verwenden! Aber das wird nur sehr selten genutzt. Mir fällt da nur das Spiel „Eye of the Beholder“ auf dem C64 ein, welches auch neueren Datums ist. Der Z80 ist verbaut um das Betriebssystem CP/M zugänglich zu machen – ein zu der Zeit, 1985, nur noch im Homecomputerbereich genutztes System. Dabei hätte es auch alle PC’s bedienen können, aber das ist ein anderes Thema ….



