
Schon 2024 habe ich ein neues System bekommen. Ein System, was ich bis dahin nicht kannte, ein Rechner der Southwest Technical Products Corporation, einer Firma, die ich auch nicht kannte. Dabei ist es eine Firma welche schon früh, November 1975, Computer mit Microprozessoren auf den Markt gebracht hat. Im selben Jahr wurde auch der Altair 8800 heraus gebracht und der IMSAI 8080 kam sogar erst im Oktober des selben Jahres auf den Markt. Zuerst kam der Rechner mit einer Motorola 6800 CPU heraus, später wurde diese durch den 6809 ersetzt. Mein Model hat letztere CPU. Leider kann ich noch nicht viel über den Rechner sagen, man findet meistens nur etwas über den Vorgänger in einem anderem Gehäuse. Das ist auch einer der Gründe, warum ich über diesen Rechner und wie er zu mir gekommen ist, noch nichts geschrieben habe. Dabei liegt es mir eigentlich sehr am Herzen, den die Begegnung war mehr als nur etwas bewegend …
Ich habe 2024 eine E-Mail bekommen das jemand solch einen Rechner abgeben möchte, er liege im Sterben. Ich konnte aber kaum Zeit finden ihn abzuholen: mit Familie geht die Planung nicht immer sehr einfach, und Hamburg ist nicht um die Ecke. Aber an einem Tag ging es, morgens losfahren und Abends wieder zurück. Ich wusste nicht was mich erwartet. In Hamburg angekommen habe ich den Ort gleich gut gefunden. Vor Ort gab es eine tolle Unterhaltung mit der Familie, alles war sehr schön. Auch habe ich mich viel mit dem spender unterhalten, schade nur, das ich mich mit dem 6809 so wenig auskenne. Aber man kann ja nicht alles wissen. Er hat viel mit dem Rechner gemacht und auch Soft- und Hardware entwickelt. Selber war er Bettlägrig, konnte also im Haus nicht rumgehen. Ein Freund hat mir aber alles gezeigt und auch Rücksprache gehalten. Es war dabei die Rede von einem SWTPC, insgesamt haben wir aber gleich drei Geräte gefunden! Da hoffe ich das man da bald etwas lauffähiges sieht 🙂
Wir konnten uns auch weiter nett unterhalten, über Geschichten und Anekdoten! Es war einfach faszinierend, wir haben uns gleich verstanden!
Aber auch andere interessante Dinge konnte ich mitnehmen. Und viele Disketten und Literatur. Mein Auto war voll, zu Hause musste ich erstmal alles halbwegs verstauen. Und dann ging es langsam an das Sortieren. Es waren auch viele Atari Sachen dabei, unter anderem eine schon erwähnte Beschleunigerkarte, oder der Flugsimulator Air Warrior.
Aber die wichtigste Spende, die SWTPC Rechner, habe ich noch nicht beschrieben – weil mir da noch immer Informationen fehlen.
In der Woche habe ich immer wieder versucht mit dem Spender Kontakt per Threema aufzunehmen – das war unser bevorzugter Weg des Kontaktes. Aber es gab keine Antwort. Nach etwas über einer Woche habe ich seine Frau erreicht, die mir leider mitteilen musste, das ihr Mann verstorben ist. Das er aber davor noch einen Tag voller Freude gehabt hat.



